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Christin's Erfahrung als Volunteerin

Mitte letzten Jahres kam in mir der Wunsch auf mein gewohntes Leben in Deutschland mal für ein paar Wochen auf Pause zu setzen. Die Idee war nicht nur zu reisen, sondern auch was Sinnvolles zu tun. Idealerweise an einem traumhaft schönen Ort. Recht schnell bin ich so auf Volunteering in Tansania bzw. Sansibar gestoßen.



Bei der Suche nach einer passenden Organisation ist mein anfänglicher Enthusiasmus allerdings recht schnell verflogen. Die Infogespräche, die ich mit anderen Organisationen hatte, haben vermuten lassen, dass man als Volunteer nur einer von vielen ist und die Projekte eher im Massengeschäft abgewickelt werden. Deshalb war ich umso glücklicher als ich durch die Recherche eines Kollegen auf Zaidi Zanzibar und Marina aufmerksam wurde. Schon vom ersten Kontakt an, hat man gemerkt, dass Zaidi eine Herzensangelegenheit für Marina ist, und das hat sich im Laufe der Zeit nur bestätigt. Marina hatte Antworten auf alle Fragen, selbst auf die, die ich nicht gestellt hatte (Reisevorbereitung und Planung zählt nicht gerade zu meinen Stärken 😉). So habe ich mich schon vor Ankunft super vorbereitetet und aufgehoben gefühlt. Und mein erster Eindruck hat mich nicht getrübt. Während meiner Zeit in Paje genoss ich quasi eine 1 zu 1 Betreuung oder eher eine 5 zu 1 Betreuung (wir wollen ja Mkombe und meine 3 Vierbeinigen Lieblingsmitbewohner nicht vergessen). Gerade in meinen ersten Tagen war es super hilfreich Marina an meiner Seite zu haben. Marina spricht selbst Swahili und ist in Zanzibar so gut integriert, dass man SIM Karten auch schnell mal zum Local Preis erhält. Und ganz nebenbei teilt sie auch gerne ihre Erfahrungen und Wissen über Land und Leute. Auch Mkombe war jederzeit zur Stelle: sei es, dass er mal schnell eine Palme hochklettert wenn man Lust auf eine frische Kokosnuss hat oder dass er auf Streifzug nach einer Alovera Pflanze geht, wenn die Moskitos mal zu fest zugebissen haben.

Dadurch, dass man mitten in der local community lebt, hat man Einblicke die einem als normaler Tourist verwehrt bleiben. Trotzdem ist Paje aber auch ein netter Touristenort mit fancy Cafes, Restaurants und einem lebendigen Nachtleben. So kann man nach Lust und Laune auch mal Luxusurlauber spielen und die weißen Sandstrände in einer der traumhaften Beach Bars genießen. Diese Kombination war für mich einfach unschlagbar.

Natürlich wird mir auch die Zeit, die ich in meinem Projekt verbracht habe, unvergesslich bleiben. Ich durfte in der Charity School in Bwejuu die Vorschulkinder betreuen und unterrichten. Auch wenn die Verständigung hauptsächlich per Pantomime von statten ging, hat das der Verbindung zu den Kindern keinerlei Abbruch getan. Wenn man als Volunteer mit Kindern im Vorschulalter arbeiten möchte, sollte man seine Berührungsängste definitiv zu Haus lassen. 😊 Schon ab Tag 1 waren die Wege, die ich innerhalb der Schule ohne 1 bis 5 Kinder an jeder Hand gehen konnte, rar gesät. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung durfte ich auch meinen eigenen Englisch Unterricht vorbereiten und halten. Ich habe also nicht nur tolle Erinnerungen mit heimgenommen, sondern auch meine Gesangs- und Malfähigkeiten ausgebaut. Ich habe mich sehr schnell an meinen neuen Alltag im Projekt, am Strand und im Volunteer Haus gewöhnt und hätte es locker noch ein paar Wochen länger ausgehalten. So bin ich doch mit mindestens einem weinenden Auge wieder gefahren und freue mich schon auf eine Rückkehr in nicht allzu ferner Zukunft.  

Vielen Dank liebe Marina und Mkombe für die Einblicke in diese fremde Kultur und die schönen gemeinsame Stunden. Bob, Ujerumani und Nuro: I miss you!



 



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